Wir Bauen

das neue Europa

bis 2049

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Ich unterstütze diesen unabhängigen Verein freier Bürger, der so ganz gegen den Trend die eigentlich brennenden Themen Europas im großen Kontext anspricht.

Gut daran: Er ist und wird keine Partei.

EUROPA 2049 wird eine Bewegung zur demokratischen Neuordnung Europas.

Prof. Dr. Ulrike Guérot

Ein Europa jenseits der EU

Die Wahlen zum EU-Parlament im Jahr 2024 werden die Widersprüche Europas allgemein sichtbar machen. Diese verschärfen sich weiter, solange sich die Europadebatte auf weltfremde und formelhafte Diskussionen etwa zu einem Beitritt der Ukraine zu EU und NATO erschöpft, ohne das Demokratiedefizit oder die Überdehnung der Union überhaupt nur in Augenschein zu nehmen. 

Wenn Europa im 21. Jahrhundert demokratisch, unabhängig, souverän und handlungsfähig sein will, muss jetzt die Denkarbeit an einem Europa jenseits der EU in Angriff genommen werden

Dies verlangt neben einer Lösung des Ost-West Konflikts auch einen Rückbezug Europas auf seine kulturellen und geistigen Wurzeln. Das geistesgeschichtliche Juwel Europas ist die Republik, deren Wesensprinzip der allgemeine politische Gleichheitsgrundsatz ist. Indes gilt dieser nicht für die heutigen EU-Bürger, die auf dem Status einer „Marktbürgerschaft“ stehen geblieben sind, indem sie lediglich die Rechte des Binnenmarktes, also der Freizügigkeit, teilen. Eine europäische Demokratie kann deswegen nicht entstehen. Der Schlüssel für eine Kernsanierung, die wir meinen, wäre daher, die europäischen Bürger in allen rechtlichen Belangen gleich zu stellen: Die europäischen Bürger müssten sich in den Worten des französischen Soziologen Pierre Rosanvallon das „Sacre du Citoyen“, die „Weihe des Bürgerlichen Daseins“ gemeinsam erobern. Rechtsgleichheit bedeutet keinen Zentralismus!

aus “Ein Europa jenseits der EU” von Ulrike Guérot und Hauke Ritz, 2022

Wofür wir EUROPA 2049 gegründet haben

Europa braucht endlich eine Verfassung! Bereits seit 1946 kämpfen Bürger für ein geeintes, friedliches, bürgernahes Europa. In der Tradition des antifaschistischen Hertensteiner Programms haben europäische Bürger 49 Forderungen erarbeitet. Diese halten wir für eine gute Grundlage für den Europäischen Konvent von 2025-2029 um einen Verfassungsentwurf zur erarbeiten.

Alle Bürger Europas sollen danach über die europäische Verfassung abstimmen.

Darüber hinaus tritt EUROPA 2049 für nachfolgende Ziele ein:

  • Europa als Projekt der Völkerverständigung und des Friedens
  • historisch gewachsene Vielfalt der Kulturen, Religionen und Sprachen wahren und stärken
  • ein demokratisches Europa das sich den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und des Minderheitenschutzes verpflichtet weiß
  • ein Europa der Grundrechte, insbesondere der Würde des Menschen, dem Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit, der Achtung des Privat- und Familienlebens, dem Schutz personenbezogener Daten, dem Recht auf freie Meinungsäußerung und der Informationsfreiheit, dem Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, der Freiheit von Kunst und Wissenschaft, der Berufs- und unternehmerische Freiheit
  • die Rücknahme aller grundrechtswidrigen Sekundärrechtsakte der EU, insbesondere auch im Bereich der „öffentlichen Gesundheit“, sowie eine Entkoppelung von der WHO und ihren aktuellen Plänen
  • ein Europa der gestärkten Grundfreiheiten (Freizügigkeit von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital) im Interesse einer wirtschaftlich starken und zugleich sozialen Union
  • ein Europa mit so bürgernahen Zuständigkeiten wie möglich. In der Reihenfolge sollen verantwortlich sein: zuerst Gemeinden, dann Regionen, Länder, Staaten. Die EU soll nur solche Aufgaben wahrnehmen, die auf den darunter liegenden Ebenen nicht besser gelöst werden können
  • ein schlankes europäisches Dach, das den politischen Kernbestand für gesamteuropäisches Handeln sichert
  • gestärkte lokale und regionale Gebietskörperschaften, die aktiv mitarbeiten im Europäischen Ausschuss der Regionen.
  • ein bürgernahes Europa mit gestärkten bürgerlich-demokratischen Mitwirkungsrechten insbesondere mit einer ständigen europäischen Bürgerversammlung (Permanent European Citizens Assembly), gelosten Bürgerräten und der Möglichkeiten von Volksabstimmungen auf allen Ebenen
  • ein souveränes, unmittelbar demokratisch legitimiertes Europäisches Parlament, durch das die europäischen Bürgerinnen und Bürger als Souverän entscheiden,
  • das Verbot jeglichen Fraktionszwangs
  • die Einflüsse von Lobbys und transnationalen Konzernen eindämmen
  • jede Stimme bei der Europawahl muss gleich zählen. Es ist Wählern kaum zu vermitteln, warum eine Stimme in Malta rund neunmal mehr Gewicht haben soll, als eine Stimme aus Deutschland
  • Europa als Projekt des Friedens mit einem vertieften Dialog der Zivilisationen, um gemeinsam mit den anderen Kulturen eine gerechtere Welt gestalten zu können
  • globale und regionale Konflikte zwischen Nord und Süd, Ost und West entschärfen in einer neuen multipolaren, gleichberechtigten Weltordnung
  • ein von den USA emanzipiertes Europa, um eine gleichberechtigte transatlantische Partnerschaft auf Augenhöhe zu ermöglichen
  • gute Beziehungen zu allen Nachbarstaaten
  • die Rückkehr zur Entspannungspolitik, aktive europäische Diplomatie, Waffenexporte stoppen, ungeteilte Sicherheit in ganz Eurasien
  • europäische Sicherheitsarchitektur im Sinne eines neutralen Europas mit defensiven europäischen Verteidigungsstrukturen als Parlamentsarmee
  • einen gemeinsamen europäischen Sitz im Sicherheitsrat der UNO 
  • keine Erweiterungen der EU, bis die europäischen Strukturen konsequent demokratisiert und in einer Verfassung legitimiert sind

Wir wollen, daß Europa sich zurückbesinnt auf seine Wurzeln: Humanismus und den Geist der Aufklärung. Die Würde und Integrität des Menschen sind gefährdet durch technische Entwicklungen im Bereich der überbordenden Digitalisierung, der KI und Mikrobiologie. Transhumanismus lehnen wir ab.

Peter Cleiß

Seit meiner frühen Jugend verfolge ich den europäischen Traum eines Lebens in Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung. Als Kind der Nachkriegsgeneration und Sohn elsässischer Eltern bin ich in Nähe zur deutsch-französischen Grenze am Oberrhein aufgewachsen. Eine harte Grenze zwischen zwei Nationalstaaten trennte uns von den Großeltern, Cousinen und Neffen. Ich habe die ersten Annäherungen, wachsende Freundschaften und schließlich das Verschwinden jeglicher Grenze am Rhein als unschätzbares Geschenk erlebt. Noch heute löst jeder Gang über die Europabrücke nach Straßburg in mir ein Gefühl von Dankbarkeit aus.

Um die Jahrtausendwende trat plötzlich ein Stillstand ein. Es folgte ein scheibchenweiser Rückbau der Idee einer „ever closer union“ und schließlich die Schließung von Grenzen im Schengen Raum wegen der Corona-Lockdowns. Statt einer tatsächlich demokratischen EU für alle, hat der europäische Rat der Nationalstaaten mit nationalen Egoismen zunehmend die Kraft der europäischen Einigung geschwächt. Statt eines starken, von den Bürgern gewählten Europäischen Parlaments, wurde eine Staaten-Union festgezurrt, in der ein von den Nationalstaaten besetzter Rat die Bürger um ihre gemeinsamen Rechte brachte.

Mein Europa-Traum geht anders, und mein Europa-Engagement gilt anderen Zielen. Ein schlankes, stabiles europäisches Dach, das die Vielfalt der Mentalitäten, Sprachen und Kulturen schützt und pflegt. Das die Menschen vor Ort so sie sein lässt, wie sie es wünschen – und das doch uns allen gemeinsame, unveräußerliche Rechte sichert. Mein Europa ist wertgeschätzte Vielfalt statt verordneter Einfalt. Davon träume ich.

Steckbrief Privat:
Geb. 1952 in Heidelberg
Verheiratet, 5 erwachsene Kinder, 8 Enkelkinder

Beruflich:
2013: Schulleiter Berufliche Schulen Kehl (im Ruhestand seit 8/2019)
2008: Co-Leiter Masterstudiengang RP Evangelische Hochschule Freiburg
1995: Studienleiter RPI Karlsruhe
1985: nebenamtlicher Gefängnisseelsorger JVA Kehl
1980: Religionslehrer KS Offenburg

Studium / Weiterbildung:
Bildungsmanagement MA
Pastoralpsychologie
Diplom-Religionspädagoge FH

Nebenberuflich/Ehrenamtlich:
AgK-Trainer Zielorientierte Gesprächsführung
Vizepräsident Südbadischer Fußballverband
Président SCIC Kaléidoscoop, Straßburg
Lehrbeauftragter EH Freiburg

Auszeichnung:
Deutsch-Französischer Freundschaftspreis 2021

Peter Cleiß

 

Valeska Peschke

Jan Raiber

Als ich 2010 zum ersten Mal Europa verlassen habe und auf der ganzen Welt auf Filmfestivals unterwegs war, habe ich an mir selbst etwas Interessantes festgestellt. Besonders in New York und Neuseeland rückte Europa ganz eng zusammen. Wenn mir jemand aus Norwegen oder Portugal begegnete hatte ich das Gefühl: Ah wie schön, jemand aus der Heimat. Wobei ich selbst noch nie in Portugal oder Norwegen war. Und dennoch habe ich immer wieder gespürt, dass uns etwas verbindet, dass über die geografische Nähe aus der Distanz hinaus geht.

Seither fühle ich mich selbst viel mehr als Europäer, denn als etwas Anderes. Mag sein, dass das daran  liegt, dass es das Land, in dem ich geboren wurde auch nicht mehr gibt. Als Zehnjähriger war ich regelmäßig mit meinen Eltern auf den Montagsdemos in Leipzig und habe gerufen „Wir sind ein Volk“.  Am eigenen Leib zu spüren, dass friedliche Veränderung möglich ist, hat mich nachhaltig beeindruckt. Daran glaube ich noch immer. 

Mit einem bildungspolitischen Projekt bin ich zweimal von Freiburg 800km nach Berlin gelaufen und habe Deutschland ganz anders wahrgenommen, als ich es mir vorgestellt hatte. Es ist tatsächlich herzlich, hilfsbereit und gastfreundlich. Das hat mich wieder mal gelehrt, mit Vorurteilen sparsam und mit Hoffnung großzügig zu sein.

Deswegen ist für mich Aufgeben, das Handtuch werfen und die Gestaltung unsere Welt weiterhin denen zu überlassen, die mich doch eher enttäuscht haben, keine gute Option. Normalerweise fühle ich mich als Dokumentarfilmer wohl, wenn ich zuhören, beobachten und versuchen zu verstehen kann. Und ich dann bestenfalls Anderen eine Stimme gebe. Selbst aus der Deckung der Kamera hervor zu treten, ist für mich immer wieder ein Schritt aus der Komfortzone heraus und damit auch mit viel Lernen verbunden. Deswegen glaube ich, dass das Einzige, das ich später mal bereuen könnte ist, es nicht wenigstens versucht zu haben, sich auch aktiv für ein wenig mehr Menschlichkeit auf unserem Kontinent eingesetzt zu haben.

Vita Jan Raiber

  •  1980 in Nordhausen (Thüringen) geboren
  • 1998 Abitur in Leipzig
  • Zivildienst in einer „Förderschule für geistig Behinderte“
  • 1999-2002 Ausbildung zum Film- und Videoeditor
  • seit 2003 bis heute – tätig als freier Filmemacher, VFX-Artist und Colorist
  • 2005 Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg
  • 2006 Gründung „surrandom Filmproduktion“
  • seit 2007 bis heute – Kameramann für verschieden Spielfilmproduktionen (Kino&TV)
  • 2010-2012 deutschlandweite Filmreihe an Schulen, Unis und Gefängnissen
  • 2011 Diplom Filmregie
  • seit 2012 Langfilmprojekte, sowie Gestaltung von Videoinstallationen für diverse internationale Museen
  • 2012 Gründung und Begleitung der Schüler- und Studenten-Initiative „Funkenflug“
  • 2014 Medienpädagogische Begleitung des „Freien Uniexperiments Stuttgart“
  • 2016 mit-Gründung der „Freiburger Medienakademie“
  • seit 2016 Realisation diverser eigener dokumentarischer Produktionen
  • 4 Kinder 

Preise und Festivals als Regisseur (Auswahl)

Weiter Filmografie auf:

https://www.crew-united.com/de/Jan-Raiber_68836.html#!searchterm=Jan raiber

PRÄDIKAT: wertvoll

Berlinale 2010, Perspektive deutsches Kino

MoMA New York City, KINO!2010 New German Cinema

Molisecinema Italien – Bester Dokumentarfilm 2010

Goethe-Institut Prag – German Film Festival 2010

Univerciné Nantes – Juri-Preis: bester Film Europas 2010

Festival des deutschen Films Paris 2010

International Filmfestival Amsterdam 2010 – nominiert für den besten Studentenfilm

Filmschau Baden-Württemberg 2010 – Filmpreis Dokumentarfilm

Solothurner Filmtage 2011, Schweiz

Film New.Neu, Washington, USA 2011

EDOC, Quito-Ecuador 2011

Documentary-Edge 2011, New Zealand

Dekalog Filmpreis der Guardini-Stiftung 201

Wim Wenders Stipendium 2019

Jan Raiber

Martin Nieswandt

In dem Geburtsort meines Vaters sagte mein Vater 2007, kurz nach seinem 75. Geburtstag auf einem Friedhof in einem kleinen Ort in Ostpreußen, heute Polen: „Wie schön, dass heute Menschen aus Europa, auch jenseits des einstigen Eisernen Vorhangs treffen und über ihre Erfahrungen sprechen können.“

Sein Glück, dass über all das Leid, die Gewalt, die Schmerzen die in zwei furchtbaren Weltkriegen Menschen einander angetan haben wieder Frieden, Dialog, Verständigung wachsen kann hat mich tief berührt.

Nirgendwo mehr als an Gräbern wird sichtbar:
Europa ist tatsächlich, buchstäblich eine Frage von Krieg und Frieden.

Deshalb wünsche ich mir und setze mich mit allen Kräften dafür ein:
Nie wieder dürfen Menschen unterschiedlicher Nationalität, Religion, Hautfarbe oder weltanschaulicher Überzeugung in Europa zu Haß aufgestachelt werden.

Außerdem wünsche ich mir:
– mehr Mitwirkung der Bürger bei Fragen, die sie betreffen auf allen Ebenen
– eine Wirtschaft, die dem Menschen und dem Gemeinwohl dient
– eine Rückkehr zu ergebnisoffenen Debatten

Steckbrief Privat:
Geb. 1964 in Düsseldorf 
in Partnerschaft lebend, 3 erwachsene Kinder

Beruflich:
seit 2017: Vorstand / Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins VenGa e.V.
seit 1987: Tätigkeiten in den Bereichen Wertpapiere / Kundenberatung 
1985: Zivildienst, Malteser Hilfsdienst, Langenfeld
1983: Banklehre, Deutsche Bank, Düsseldorf

Nebenberuflich/Ehrenamtlich:
Eventfuchs (Veranstaltungsportal mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Kultur)

Mut zu Zwischentönen (Diskussionen und Vorträge rund um die Corona-Krise)

Moderation verschiedener Themen- und Regionalgruppen auf verschiedenen sozialen Netzwerken 

Martin Nieswandt

Erdinc Üstündag

Klaus Hartig

Aufgewachsen und sozialisiert in der DDR habe ich mich nach den Ereignissen von 1989 viele Jahre von der Wendeströmung tragen lassen, habe die neu gewonnen Freiheiten ausgekostet und mich politisch wenig artikuliert. Die Mühen des Tages zu bewältigen sowie das Großwerden unserer drei Kinder zu begleiten, haben mein Leben gut ausgefüllt.

Ein erstes Innehalten hat bei mir mit dem Ausbruch des Jugoslawienkrieges 1991 stattgefunden. Ein Krieg mitten in Europa, so nah und doch für mich undenkbar. Allerdings vorerst ohne weitere Konsequenzen. Erst seit 2017/18 habe ich mich zunehmend mit der europäischen Politik, insbesondere mit der verfehlten Finanzpolitik, beschäftigt. Spätestens seit den teils rechtswidrigen Beschränkungen unser aller Leben in der Corona Zeit und dem aufflammenden Krieg in der Ukraine sowie den damit verbundenen Maßnahmen seitens der EU ist mir klar geworden, dass es grundlegender Änderungen in der Konstruktion unseres gemeinsamen Europas geben muss.

Meines Erachtens muss ein Europa, wie ich es mir vorstelle, endlich aus den Jahrhunderte alten Erfahrungen von Krieg und Elend lernen und ein wirklicher Friedenskontinent werden. Der jetzige Europäische Rat ist immer noch von nationalen Interessen und Egoismen geprägt und begegnet den anstehenden Problemen aller Europäer nicht mit adäquaten Mitteln.

Wir brauchen ein von den europäischen Bürgern gewähltes Parlament, das gemeinsame und unveräußerliche Rechte aller Europäer sichert. Ein Parlament, dass die Vielfalt der europäischen Kulturen bewahrt, ihre Sprachen und ihre regionalen Mentalitäten schützt und sich entfalten lässt. Wir brauchen dringend ein Europäisches Parlament, dass ohne Wenn und Aber die Friedenspolitik in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt und mit allen Völkern ein friedvolles Miteinander anstrebt.

Steckbrief Privat:

Geburtsdatum: 4. Dezember 1960
Geburtsort: Wolfen
Familienstand: verheiratet, 3 Kinder
Nationalität: deutsch

Bildung:

09.1981 – 03.1986
Technische Hochschule Leipzig
Studium Ingenieurbau
Schwerpunkt Tiefbau / Wasserbau
Diplom

10.2003 – 05.2006
Universität Leipzig
Postgraduales Studium
Master of Science in ´Urban Management´
(RICS akkreditierter Studiengang)

Beruflich:

09.1986 – 01.1989
Planungsingenieur Wasserbau
Projektierung Wasserwirtschaft Halle/Leipzig

05.1990 – 12.1994
Geschäftsführer
KONAX Computer GmbH

01.1994 – 11.2005
Tätigkeit als selbstständiger Planungsingenieur
Architektur / Hochbau Leipzig

12.2005 – 07.2007
Betreuer Stadtumbau und Programme der Städtebaulichen Erneuerung bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank Dresden

08.2007 – 03.2013
Amtsleiter für Bau und Wirtschaftsförderung
Stadtverwaltung Böhlen

04.2013 – 10.2017
Amtsleiter für Bau
Bereiche Stadtplanung und Stadtentwicklung, Bauverwaltung, Hoch- und Tiefbau, Energie, Umwelt Gebäude- und Liegenschaftsmanagement Stadtverwaltung Markkleeberg

11.2017 – 10.2018
Privates Studienjahr
U.A. Aufenthalt in Florenz (Italien)

11.2018 – 12.2020
Projektmanager Flächenentwicklung
Flughafen Leipzig/Halle GmbH

01.2021 – 09.2021
Geschäftsführer Bach Archiv Leipzig

seit 05.2022
Selbstständige Tätigkeit
Ingenieurbüro für Baumanagement

David Rocchio

Seit meiner Geburt in Deutschland als Sohn eines Italieners und einer Serbin, also einer einzigartigen Mischung aus italienischer Leidenschaft und bosnischer Herzlichkeit – lebe ich mit einem zwinkernden Auge im Herzen des Kontinents. Als bosnischer Italiener, der in Deutschland seine Heimat hat, fühle ich mich wie ein lebendes Symbol für die Vielfalt und die Verbindung Europas.

Mein Streben nach einem Leben in Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung ist keine leere Phrase, sondern ein fester Bestandteil meiner Existenz. Als jemand, der nicht „nur Deutsch“ ist, war es manchmal eine Herausforderung zu wissen, wo ich mich einordnen sollte. Doch letztendlich erkannte ich: Ich bin Europäer durch und durch.

Mit zunehmendem Verständnis der europäischen Politiklandschaft erlebe ich immer mehr Rückschritte anstatt der notwendigen Fortschritte. Die Idee eines immer engeren Zusammenschlusses rückt dabei in den Hintergrund. Statt einer demokratischen EU, die allen Bürgern dient, sehe ich, wie nationale Interessen die europäische Einigung untergraben. 

Mein Europa sieht anders aus: Wir müssen enger zusammenwachsen und dabei die Vielfalt unserer Bürger fördern, mit gemeinsamen Zielen. Europa ist ein Mosaik der Vielfalt, zusammengefügt durch die Stärke gemeinsamer politischer Ziele.

Werdegang: 

Geboren: 2001 in Dinkelsbühl 

Schulischer Werdegang: 

2020: Abitur – Feuchtwangen 
2020- 2023: Studium der Betriebswirtschaft an der THWS Würzburg
2023- heute: Studium der Humanmedizin

Ehrenamtlich

Seit 2021: BRK
Seit 2023: Rettungssanitäter

David Rocchio

Tilman Kuhrt

Mein Name ist Tilman Kuhrt. Ich bin Maler und Grafiker aus Leipzig, der seit einigen Jahren auch als Gymnasiallehrer in Altenburg (Thüringen) arbeitet. In einer Zeit zunehmender Entmündigung ist es wichtig, aus der Komfortzone der eleganten Schweigsamkeit und Zurückhaltung herauszukommen und den Mut aufzubringen, zu fragen: wie weit haben wir uns von der alten Idee eines gemeinschaftlich wirklich demokratisch regierten Europa der Bürger entfernt. Zu viele sehr gute Ideen zu allen Problemen unserer Zeit finden keinen Weg mehr in die Öffentlichkeit und haben damit nicht den Hauch einer Chance
zur Verwirklichung. Hinter diesen Ideen stecken kluge Köpfe, mit denen ge- sprochen und gemeinsam Neues entwickelt werden muss. Wenn wir jeden kritischen Geist in Schubfächer der Verächtlichung verschließen, geht uns der wertvollste Rohstoff für unseren Wohlstand verloren. Deshalb möchte ich die Idee eines Europas der Regionen, eines wirklich von seinen Bürgern regierten Europas unterstützen.

Steckbrief privat:

  • 1971 geboren in Leipzig,
    verheiratet und seit 2003 Vater von zwei Söhnen

Beruflich:

  • bis 2003 freischaffender Maler und Grafiker in Berlin, Altenburg und Leipzig • 2004- 2020 Dozent im Lindenau- Museum in Altenburg
  • 2010-2018 Leiter des Bereichs Vorstudium Bildende Kunst an der Leipzig School of Design
  • 2004- 2020 Dozent im Lindenau- Museum in Altenburg
  •  seit 2016 Kunstlehrer an Schulen in und um Altenburg,
  • seit 2022 Lehrer am Staatlichen Friedrichgymnasium Altenburg

Studium / Weiterbildung:

  • 1990 bis 1992 und 1994 bis 1999 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Hochschule der Künste Berlin und der Faculdad de Bellas Artes Madrid (Spanien)
  • 2019- 2021 Referendariat für das Lehramt an Gymnasien in Gera
  • 2021 Zweites Staatsexamen

Tilman Kuhrt

Dr. Beate Sibylle Pfeil

Mein Elternhaus war glücklicherweise weltoffen. Es war und ist für mich selbstverständlich, dass ich mich als Schwäbin, Baden-Württembergerin und Deutsche und zugleich als Europäerin und Weltbürgerin fühle. Und aus dem Bewusstsein meiner eigenen Prägung heraus Interesse und Freude an anderen Sprachen und Kulturen empfinde. Der Krieg im damaligen Jugoslawien ab 1991 hat mich auf das Thema „nationale Minderheiten in Europa“ aufmerksam gemacht, was schließlich auch meine Berufswahl bestimmt hat. Über 25 Jahre lang habe ich mich wissenschaftlich und minderheitenpolitisch mit der Frage beschäftigt, wie ethnische Konflikte entschärft und der in der sprachlich-kulturellen Vielfalt eines Staates liegende Reichtum zur Entfaltung gelangen kann.

Auch Europa als Ganzes verfügt über einen unermesslichen Reichtum, den es zu entfalten gilt: Den Reichtum seiner gewachsenen kulturellen und sprachlichen Vielfalt, seiner Landschaften und natürlichen Ressourcen, den Reichtum seiner Geistesgeschichte und Werte – und den Reichtum in jedem einzelnen Menschen.

Es ist kein Zufall, dass sich die europäische Einigung gerade auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs, von nationalsozialistischer Schreckensherrschaft und Holocaust entwickelt hat. Sie zielte in erster Linie auf Völkerverständigung und Frieden unter Wahrung der „Einheit in der Vielfalt“, sie sollte die auch wirtschaftlichen Nachteile überzogener nationaler „Kleinstaaterei“ beseitigen. Der Fall der Berliner Mauer und mit ihr des Eisernen Vorhangs bildete bekanntlich den vorläufigen Höhepunkt einer gewissen Erfolgsgeschichte. „Das Zeitalter der Konfrontation und der Teilung Europas ist zu Ende gegangen. … Europa befreit sich vom Erbe der Vergangenheit.“, hieß es noch 1990 in der Charta von Paris für ein neues Europa.

Und heute? Die EU steht aktuell mehr denn je für überbordende Bürokratie, den Mangel an demokratischer Struktur und Transparenz und für mangelnde Bürgernähe. Und sie ist spätestens seit 2020, der neuen historischen Zäsur, auf dem besten Weg, sich weg von Prinzip der Subsidiarität, weg von der Achtung elementarer Grund- und Freiheitsrechte und hin zu einem autoritär ausgerichteten Gesundheits-, Meinungs- und Überwachungsregime zu entwickeln.

Ist die EU somit ein Auslaufmodell? Wir von Europa 2049 sind der Meinung, dass wir gerade hier und heute die eigentlichen europäischen Ideale wiederbeleben und weiterentwickeln sollten. Die EU soll und muss wieder ein Projekt des Friedens, der Völkerverständigung und der elementaren europäischen Werte werden, allen voran der Würde und der Freiheit des Menschen und der Wahrung lokaler, regionaler und nationaler Vielfalt. Dafür steht Europa 2049.

Steckbrief privat:

Geb. 1967 in Stuttgart
Verheiratet, 2 Kinder

Beruflich:

Seit 2017 Selbständige Wissenschaftlerin, Schwerpunkt Minderheiten- und Menschenrechte (C-Maßnahmen, WHO)

Seit 2019 Mitherausgeberin des Europäischen Journals für Minderheitenfragen EJM

2017-2023 deutsches Mitglied im Sachverständigenausschuss der Europäischen Charta für Regional- oder Minderheitensprachen des Europarates

2017-2022 Vizevorsitzende des European Centre for Minority Issues

2008-2016 Schriftleiterin des Europäischen Journals für Minderheitenfragen EJM

1999-2016 Stellvertretende wissenschaftliche Leiterin des Südtiroler Volksgruppen-Instituts

1996-2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Südtiroler Volksgruppen-Institut, Bozen, Italien

1995-1996 Anwaltliche Tätigkeit, Freiburg 

Studium/Aus- und Weiterbildung:

2002 Promotion zur Dr. iur. an der Universität Innsbruck (summa cum laude)

1987-1992 Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg

1993 Erstes Juristisches Staatsexamen, Heidelberg

1993-1995 Referendariat am Landgericht Offenburg/Verwaltungsgericht Freiburg

1995 Zweites Juristisches Staatsexamen, Stuttgart

Ehrenamtlich:

Juristische Betreuerin des WHO-kritischen Aktionsbündnisses World Health Alliance

Mitglied der Vereinigung Freie Juristen

Mitglied der Anwälte für Aufklärung

Corinna Kirchhoff

In einer Weltsituation in der die transatlantische Bindung uns Europäern Verhaltensweisen abverlangt,die eher amerikanischen, als europäischen Interessen folgen, möchte ich eintreten für zunehmende europäische Emanzipation und Blockfreiheit.Ich träume von der Neutralität Europas.Ich bin beeindruckt vom Gedanken der geopolitischen  Multipolarität und sehe und verstehe, daß der sogenannte Westen als ‚1.Welt‘ seinen Hochmut und seine Besserwisserei, seine moralisierende und aggressive Einmischung in die Angelegenheit anderer Weltgegenden mit andern politischen Systemen aufgeben muß.Es gibt andere Perspektiven in der Welt und ich mag kein Teil mehr der Welt sein, die dominant  seine Eigene als die  Beste für alle hält und oktroyiert. Ich bin zutiefst enttäuscht von Europa, wie wir uns verhalten im gesamten Kontext des Ukrainekrieges seit 2014.Ich hatte unsere kulturelle und politische Verabredung anders verstanden, nämlich NIE WIEDER KRIEG  und war in gewissem Sinne stolz auf unsere Kriegmüdigkeit, unsern Antimilitarismus.

Plötzlich, und dies bedaure ich im Höchstmaß als Deutsche, kehrt sich das um und es ist die Rede von Kriegstüchtigkeit und dem kulturellen und politischen Ausschluß aller, die das kritisch sehen.Eine umfassende europäisch- diplomatische Offensive hätte mit der Inständigkeit eigener Kriegstraumatisierung und pazifistischer Reife alle Beteiligten an den Verhandlungstisch holen müssen, um sofortigen Waffenstillstand zu fordern, vergangene Versäumnisse aufzuarbeiten und  Kompromisse auszuhandeln.Nach dem Motto : Lieber 100 Tage  verhandeln, als einen Tag schießen.Ich fühle mich den Toten auf beiden Seiten verbunden und verpflichtet und ertrage es nicht, daß ich indirekt mit deutschen Waffen mit auf dem Schlachtfeld agiere und morde.

Ich fühle mich der europäischen Kunst, den Sprachen, den Kulturen zutiefst verbunden.Ich schätze und bewundere Europas kulturelle und sprachliche Unterschiedlichkeit  als kostbar und einzigartig hoch.Ich wünsche mir, daß Differenz, Spezifikum und kulturelle Singularität  erhalten bleiben.Dafür bräuchte es einen sozialen, solidarischen, gesamteuropäischen  politischen Rahmen, nicht etwa um kulturell alles einzuebnen und vereinheitlicht auszuglätten, sondern um genau das Gegenteil zu ermöglichen, nämlich daß die Regionen und Kommunen, möglicherweise sogar eigenständig und nicht mehr nur national zusammengehalten, europäisch repräsentiert und geschützt sind durch einen sozialen Schirm gesamteuropäischer Verbindlichkeit, die es vorerst nur im Solidaritätskonzept der Nation gibt.Daß die Originalität der Regionen in ihrer Unterschiedlichkeit und Kostbarkeit genau dadurch erhalten und gehoben werden und nicht durch erzwungene Rivalität und Anpassung gebrochen werden. Dieses Solidaritätskonzept, wie es etwa in der Bundesrepublik im Verbund der verschiedenen Länder besteht, würde ich mir europäisch wünschen,um  möglicherweise sogar den nationalen Gedanken irgendwann eher für überschreitbar zu halten.

Ich wünsche mir ein gesprächsbereites Europa, das souverän und bei sich selbst politisch und kulturell wieder ankommt,sich ohne falschen Konservatismus, lebendig von heute her ein Bewußtsein der eigenen Tradition, auch der christlichen, wieder verschafft, das seine Bildungsmisere überwindet, statt Waffen zu liefern gegen ein Russland, mit dem wir auch kulturell verwandt sind, das wir menschlich brauchen, ein Europa, das  sich „rüstet“ mit seiner eigenen Denktradition, einem von heute aus wiedergeholten  Humanismus, um unter anderem die antlitzlose Entwicklung der KI zu reflektieren, auszubremsen, mit dem Schatz der Aufklärung wie  der Philosophie des Christentums als wiederentdecktes europäisches Wissen ein kritisches lebendiges Denken wieder zu finden, das wir in den heutigen zum Teil entsetzlichen Herausforderungen dringend brauchen.Ich glaube, daß dies unsere Bestimmung auch in der Welt sein könnte, aber bescheiden und bei sich, jenseits  der kolonialen Besserwisserei.

Corinna Kirchhoff

Europa darf nie mehr mit
Befehlen und Gehorchen verwechselt werden.

Rainer Barzel

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