Was taugt der Wahl-O-Mat wirklich? – Fragen, die der Wahl-O-Mat weglässt …

Was taugt der Wahl-O-Mat wirklich?

Fragen, die dem Wahlvolk unter den Nägeln brennen zu stellen ist eigentlich eine gute Idee. Damit ließe sich tatsächlich abgleichen, wie die verschiedenen Parteien darauf antworten.

Insofern könnte der Wahl-O-Mat eine Hilfe sein, um bei der Europawahl zu finden, bei welchen Themen Parteien mit eigenen Vorstellungen übereinstimmen oder abweichen.

ABER:

Bedeutende aktuelle Fragen fehlen im Wahl-O-Mat.

Beispiele für Fragen, die so manche Menschen aktuell stellen:

1) Finden Sie es richtig, die Möglichkeiten der Bürgerbeteligung durch Volksbegehren, Volksentscheide und geloste Bürgerräte auf EU-Ebene zu stärken?

2) Soll es einen Untersuchungsausschuß zur Aufklärung der Fehler der EU in der Corona-Maßnahmenkrise geben?

3) Finden Sie es richtig, daß Europa sich Friedensinitiativen des UN-Generalsekretärs und des Papstes zur Beendigung des Ukraine-Krieges anschließt?

4) Ist es für Europa gut, daß die EU-Spitze eng mit multinationalen Konzernen zusammenarbeitet?

Fazit:

Wie schon vor der letzten Bundestagswahl drängt sich der bittere Eindruck auf, daß der Wahl-O-Mat erneut bewußt bedeutende im gesellschaftlichen Diskurs diskutierte Fragen wegläßt.

Warum ist das so?

Wem nutzt das?

Wie unabhängig ist die Bundeszentrale für politische Bildung tatsächlich?

1 Kommentar zu „Was taugt der Wahl-O-Mat wirklich? – Fragen, die der Wahl-O-Mat weglässt …“

  1. WAHL-O-Mat EUROPAWAHL

    Was macht eigentlich der Fleischfresser mit der Speisekarte vom Vegi-Restaurant?
    Richtig. Er kuckt sie gar nicht an. Er wird nicht ins Steakhouse gehen.

    Der Wahl-O-Mat für die kommende Europawahl ist ähnlich zu betrachten. Wer meint, dass die EU vor allem die Aufgabe hat sich endlich einen Verfassung zu geben und diese den Europäern, dem Souverän (!), zur Abstimmung vorzulegen, wird enttäuscht. Diese, für manche Wahlentscheidende Frage, kommt im Wahl-O-MAT gar nicht vor. Eine tatsächlich demokratische Union steht nicht zur Debatte – zugleich aber fragt der Wahl-O-Mat, ob die Urkaine Mitglied werden soll oder für andere Projekte weiterhin Milliarden ausgegeben werden sollen.

    Kein noch so kleiner Verein kommt umhin, per Satzung zu klären, wer wie lange und mit welchen Befugnissen im Namen des Vereins Entscheidungen treffen und Vereinsgelder ausgeben darf. Nicht so die EU. Die hat noch immer keine Verfassung, handelt aber lustig weiter drauf los und der Wahl-O-mat stört sich nicht daran.

    Wer nun den Wahl-O-Mat nutzt bekommt zB. am Ende das Ergebnis, dass er mit der Partei X oder Y eine hohe Übereinstimmung hat. Manch einer wird diese Partei dennoch nicht wählen, weil die für ihn entscheidenden Fragen gar nicht gestellt wurden.

    Schlimmer ist, dass die Fragen des Wahl-O-Mat den Eindruck erzeugen können, dass die gestellten Fragen, die tatsächlich wichtigen seien. Dann wäre die Auswahl, d.h. Weglassungen von Fragen durch den Wahl-O-Mat, eine infame Wahlbeeinflussung, finanziert mit öffentlichen Geldern.

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